Dieter Fischer früher: So sah der “Rosenheim-Cops”-Liebling zu Beginn seiner Karriere aus

Bevor Dieter Fischer als Kommissar Anton Stadler in den “Rosenheim-Cops” bekannt wurde, sammelte er über viele Jahre Bühnenerfahrung. Nach und nach fand er seinen Weg ins Fernsehen.

Dieter Fischers (55) Weg zum Schauspiel verlief dabei alles andere als geradlinig. Eigentlich sollte Fischer laut seiner Großmutter Handwerker werden, wie er gegenüber “Süddeutsche.de” erklärte: “Die Oma meinte, jeder von uns solle Handwerker werden, damit wir uns gegenseitig die Häuser bauen können.” Stattdessen wurde er Kaufmann – genauer gesagt Fischfachverkäufer, wie er im ARD-Podcast “Promitalk mit Thees” erzählte.

Dieter Fischer (M.) als "Kaiser von Schexing".
Dieter Fischer (M.) als “Kaiser von Schexing”. BR/Christian A. Rieger

Fischer hatte Durchbruch mit bayerischer Serie

Parallel stand er bereits auf der Bühne im Bauerntheater, wo ihn ein Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks ermutigte, weiterzumachen. Dass es Schauspielschulen überhaupt gibt, wusste er damals noch nicht. Erst über einen Radiobeitrag erfuhr er von der Otto-Falckenberg-Schule – eine Bewerbung scheiterte jedoch zunächst, da er wegen seines Dialekts nicht angenommen wurde.

Studiert Dieter Fischer dann am Münchener Schauspielstudio, während er weiterhin an der Fischtheke arbeitete. Seinen Durchbruch verdankte er später ausgerechnet seinem Dialekt, der zuvor noch ein Hindernis gewesen war. Von 2008 bis 2011 übernahm er die Hauptrolle in der BR-Serie “Der Kaiser von Schexing” als Bürgermeister Andreas “Andi” Kaiser – sein Sprungbrett zu den “Rosenheim-Cops”.

 Dieter Fischer in "Der Kaiser von Schexing"
Dieter Fischer in “Der Kaiser von Schexing” BR/Christian A. Rieger

Dieter Fischer bei den “Rosenheim-Cops”

Zu den “Rosenheim-Cops” kam Dieter Fischer nicht über Nacht. Zunächst war er ab 2007 mit Gastauftritten als Vertretung für den erkrankten Joseph Hannesschläger, später wurde er ab 2011 fest als Hauptkommissar Anton Stadler ins Ensemble aufgenommen. “Theoretisch bin ich allerdings immer noch Aushilfskommissar”, so Fischer gegenüber dem “Südkurier”. “Anton Stadlers Dienststelle bleibt aber Passau.”

Ich hatte nie Sehnsucht nach Heldenrollen”, so Dieter Fischer, der eine kritisierte “Rosenheim-Cops”-Kollegin verteidigte, im BR. Mit Anton Stadler hat Fischer eine Figur geschaffen, die auf den ersten Blick ziemlich eigen ist: pragmatisch, eher mürrisch und doch mit feinem Humor ausgestattet. Gegenüber der “Abendzeitung” sagt Fischer: “Er ist Pragmatiker und will den Fall lösen, um wieder Ruhe zu haben – das ist sein Antrieb.”

Auch woanders hat Dieter Fischer über seine Figur Anton Stadler gesprochen, so im Podcast “Promi-Talk mit Thees” der ARD. “Ich pflege in der Rolle Stadler den bayerischen Grantler. Das ist in meinen Augen auch eine Form von Humor. Dass, wenn man so umeinandergrantlt, doch auch lustig sein kann”, findet der Darsteller. Er nennt das seinen “Grant” – eine charmant-mürrische Art, bei der man sich zwar gerne beschwert, aber immer mit einem Augenzwinkern.