‘Traumschiff’-Dreh endet für ‘Rosenheim-Cops’-Star Karin Thaler im Albtraum

Die Beziehung zu ihrer suchtkranken Mutter beeinflusste nicht nur das Privatleben von Karin Thaler. Auch während der Dreharbeiten wie etwa zum “Traumschiff” sind die Gedanken des “Rosenheim-Cops”-Star immer wieder in der Heimat.

Karin Thalers Mutter rutscht zunehmend in eine Spielsucht ab. Um ihre Besuche im Casino zu finanzieren, griff die Mutter über Jahre hinweg in die Firmenkasse – fast 200.000 Mark unterschlug sie, ehe der Betrug aufflog. “Ich konnte nicht fassen, was ich da hörte,” schreibt Karin Thaler, die wegen ihrer Familiengeschichte kinderlos blieb, über den Moment, als sie durch einen Brief der Kollegin ihrer Mutter von der Tat erfuhr.

Um sie vor einer Anzeige und womöglich einer Gefängnisstrafe zu bewahren, übernahm die Schauspielerin die Bürgschaft für die gesamte Summe – eine Entscheidung, die ihr Leben über Jahrzehnte prägte.

Karin Thaler: Dreh auf dem “Traumschiff” belastet

Auch während sie für das “Traumschiff” vor der Kamera stand, trug Karin Thaler diese Last mit sich herum. Der Dreh für die Folge “Malediven” (1993) sollte für Thaler eigentlich ein beruflicher Höhepunkt werden. “Ich fühlte mich wie ein Hollywoodstar und minderwertig zugleich. War ich es überhaupt wert, hier zu sein? Was machte ich hier, unter all diesen tollen Menschen mit ihren wundervollen Geschichten?”, erinnert sie sich im Buch. Und sie feiert die Zeit:  “Ich glaub’, ich habe noch nie so viel getanzt wie auf dem Traumschiff.”

Alles nur eine Flucht: “Ich tanzte, um nicht daran zu denken, was daheim auf mich wartete.” Schuldenberge, eine erkrankte und süchtige Mutter und das ständige Bangen, die nächste Rate aufbringen zu können.

Foto: Knaur HC, “Stark, weil ich stark sein musste” von Karin Thaler erschien am 1.4.

“Rosenheim-Cops”-Star: Doppelleben zwischen Kamera und Krise

Thaler beschreibt, wie sie tagsüber die “glückliche, freie, strahlende Karin” spielte und nachts von Angst zerfressen wurde – “Angst essen Seele auf”, schreibt sie und zitiert damit den Titel eines Fassbinder-Films, der für sie zur bitteren Wahrheit wurde.

Nach der Rückkehr traf sie auf neue Erschütterungen: Die Mutter bat erneut Freunde und Bekannte um Geld, erzählte wilde Geschichten von angeblichem Vermögen in Liechtenstein, und Karin musste zahlen, wo immer wieder neue Lügen entstanden. “Mein Leben hatte sich von einem Traum in einen Albtraum verwandelt”, lautet das bitte Fazit der Schauspielerin, die nun “nicht mehr davon [träumte], tolle Rollen zu bekommen, von den Kritikern in den höchsten Tönen gelobt zu werden oder gar mit einem Preis ausgezeichnet zu werden. Mein einziges Ziel war, möglichst viel Geld zu verdienen, um die Löcher zu stopfen, die die Mama hinter meinem Rücken aufgerissen hatte und immer noch aufriss.”

Böse Erinnerungen kochen bei “Rosenheim-Cops”-Star Karin Tahler hoch: Die Schauspielerin muss sich in einer ARD-Talkshow zusammenreißen und meinte: “Darf nicht zu viel reden”.

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