So knapp entgingen die “Rosenheim-Cops” dem Serien-Aus
Vergessen Sie gemütliche Kuhglocken und Bilderbuch-Alpenpanoramen. Die siebte Episode der 25. Staffel der „Rosenheim-Cops“ wird zur dunkelsten Stunde im malerischen Oberbayern. Was sich zunächst wie ein tragischer Unfall auf einem Vorzeige-Biohof anhört, entpuppt sich schnell als ein kaltblütiger Mord, der die Idylle von Rosenheim bis ins Mark erschüttert. Am Dienstag wird Hauptkommissar Stadler und seinem Team klar: Hinter den Bio-Siegeln und den ehrlichen Bauernlächeln verbirgt sich ein Abgrund aus Gier, Eifersucht und internationaler Kriminalität.

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Das Opfer der Woche ist der angesehene Ludwig Huber, Besitzer des „Huber-Hofs“, einem Leuchtturm der regionalen Bio-Landwirtschaft. Huber wird morgens tot in seiner eigenen Futtermischhalle aufgefunden, scheinbar erdrückt oder ertränkt in einem Silo voller feinstem Bio-Dinkel. Gerichtsmedizinerin Dr. Achtziger schließt schnell aus, dass es sich um einen Arbeitsunfall handelt: Die Platzwunde am Hinterkopf beweist, dass Huber betäubt und dann absichtlich in das Getreide geworfen wurde. Kommissar Stadler, der sich gerade auf einen entspannten Angelurlaub vorbereiten wollte, muss feststellen: Ein Mord im Paradies ist immer der schockierendste.
Die Ermittlungen führen Stadler und seinen Kollegen (den obligatorischen Hamburger Import) in ein Geflecht aus finanziellen Intrigen und verbotener Leidenschaft. Der erste Verdacht fällt auf den Erzrivalen Klaus Bergmann, den Besitzer eines benachbarten, hochindustrialisierten Milchviehbetriebs. Bergmann hatte Huber seit Monaten unter Druck gesetzt, sein wertvolles Land zu verkaufen – ein Deal, der Hubers Bio-Hof ruiniert, aber Bergmanns Imperium massiv erweitert hätte. Bergmanns Alibi ist wacklig, seine Motivation klar: Er wollte Hubers Land um jeden Preis. Doch ein überraschender Anruf von Frau Stockl – deren legendäres „Es gabat a Leich!“ diesmal besonders belegt klingt – lenkt die Ermittler auf eine weit komplexere Spur.
Huber führte ein perfektes Doppelleben. Es stellt sich heraus, dass er nicht nur geschäftlich in Schwierigkeiten steckte, sondern auch privat ein gefährliches Spiel spielte. Die Cops finden heraus, dass Huber eine geheime Affäre mit der jungen und radikalen Umweltaktivistin Lena Weiss unterhielt. Weiss war Hubers schärfste Kritikerin, die seine Expansionspläne öffentlich verurteilte. Die toxische Beziehung wurde durch einen entscheidenden Punkt verschärft: Weiss entdeckte, dass Huber seine Bio-Farm als Tarnung für ein illegales Geschäft nutzte. Er schmuggelte seltene, gentechnisch unveränderte Urgetreide-Samen aus Osteuropa, die auf dem Schwarzmarkt astronomische Preise erzielten.
Die wahre Schock-Wendung kommt, als die Cops die Verbindung zwischen dem Getreide-Silo und dem Mord verstehen. Huber wurde nicht getötet, weil er die Samen stahl, sondern weil er einen Deal platzen ließ. Er hatte versprochen, die Samen an eine internationale Saatgut-Mafia zu liefern, die einen enormen Betrag vorab bezahlt hatte. In letzter Minute bekam Huber jedoch kalte Füße, aus Angst, dass sein Bio-Image ruiniert würde. Die Täter, so die scharfsinnige Schlussfolgerung der Kommissare, kamen nicht aus Rosenheim, sondern wurden geschickt, um ein Exempel zu statuieren. Der Mörder war kein neidischer Nachbar, sondern ein Profi, der Huber nicht nur tötete, sondern ihn symbolisch in dem Dinkel ertränkte, mit dem er seine eigenen Regeln gebrochen hatte.
Die Episode endet mit einem rasanten Finale auf dem Flughafen München. Stadler und sein Kollege müssen einen Agenten der Mafia stellen, der gerade versucht, mit Hubers illegalen Saatgut-Reserven das Land zu verlassen. Die Spannung ist kaum auszuhalten, als Stadler, untypisch für ihn, selbst zur Waffe greifen muss, um den Täter dingfest zu machen. Die Erkenntnis am Ende ist bitter: Die Gemütlichkeit von Rosenheim ist nur eine dünne Schicht über einer Welt voller Gier und dunkler Machenschaften, die auch vor Bio-Höfen nicht haltmachen. Die Cops haben den Fall gelöst, aber das Vertrauen in die lokale Idylle ist tief erschüttert. Und eines ist sicher: Die Saatgut-Mafia wird nicht vergessen, dass die Rosenheim-Cops ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Die Cops sind in eine Liga aufg