„Ich habe viel geweint“: „Sturm der Liebe“-Star verlässt Serie für seine Tochter

© IMAGO/Future Image
Für viele Schauspieler ist eine Rolle in einer erfolgreichen TV-Serie ein großer Traum. Für Martin Walde wurde dieser Traum jedoch irgendwann zur Belastung. Der Schauspieler, der in „Sturm der Liebe“ zu sehen war, hat jetzt offen über seine Entscheidung gesprochen, die Serie zu verlassen – und warum seine Familie dabei eine entscheidende Rolle spielte.
Martin Walde wollte mehr Zeit für seine Familie
Der Grund für die schwierige Situation lag vor allem in der Entfernung zwischen Arbeitsplatz und Zuhause. Während Martin Walde in Berlin lebt, wird „Sturm der Liebe“ in München gedreht. Für den jungen Vater war das auf Dauer schwer zu vereinbaren.
Im Podcast „Ein Zimmer für uns allein“ verriet er, dass er deshalb um eine besondere Lösung gebeten hatte. „Ich habe gesagt, ich brauche eine ganze Woche frei und kann drei Wochen arbeiten. Das ist in einer Soap eigentlich nicht möglich“, erklärte er.
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Überraschenderweise wurde dieser Wunsch dennoch erfüllt. Walde blieb daraufhin noch ein weiteres Jahr Teil der Serie.
Doch trotz dieser Sonderregelung wurde dem Schauspieler immer klarer, wie sehr ihm der Alltag mit seiner Tochter fehlte. Die Situation belastete ihn zunehmend. „Dann habe ich noch eine Staffel durchgezogen“, erzählte er rückblickend. Gleichzeitig beschreibt er diese Zeit sehr emotional: „Ich habe viel geweint, ich war sehr viel unglücklich und ich wollte weg.“
Als der Ausstieg schließlich möglich wurde, fiel ihm eine große Last von den Schultern. „Ich war heilfroh, als ich es dann endlich konnte.“
Neustart in Berlin – auch ohne Schauspielerei
Mit seinem Abschied von „Sturm der Liebe“, wo zuletzt auch Mario Basler mitspielte, hat Martin Walde nicht nur eine bekannte TV-Rolle hinter sich gelassen, sondern auch ein festes Einkommen. Der Schauspieler spricht auch darüber ganz offen. „Ich beziehe gerade noch Arbeitslosengeld I und wenn das ausgelaufen ist, dann suche ich mir in Berlin einen stinknormalen Job“, erklärt er. Besonders vorstellen könnte er sich eine Tätigkeit als Schulhelfer oder Erziehungshelfer.
Dass er dafür seinen eigenen Schauspieltraum hintenanstellt, nimmt Walde bewusst in Kauf. Seine Priorität ist klar: „Meine Tochter zu begleiten, ist ein größerer Traum, als mich selbst zu verwirklichen.“
Zuletzt hatte „Sturm der Liebe“ mit ernüchternden Zahlen bei den jungen Zuschauern zu kämpfen. Das Interesse scheint deutlich nachzulassen. Wie das Branchenportal „DWDL“ berichtet, erreichte die Serie in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen einen neuen Tiefstand.