Die Rosenheim-Cops: Korbinian Hofer’s Alpine Nightmare in “Waidmanns Unheil” – Was It a Hunting Accident or Cold-Blooded Murder? 🏔️🔫🕵️♂️ #KorbinianHofer #DieRosenheimCops
Mit der Folge 189 „Waidmanns Unheil“ (Staffel 10, Folge 5) liefern Die Rosenheim-Cops erneut einen Krimi, der auf den ersten Blick harmlos beginnt – und sich doch zu einem vielschichtigen Drama aus Neid, Existenzangst und tödlicher Verzweiflung entwickelt. Zwischen Alpenpanorama, Jagdhörnern und musikalischer Hochkultur wird ein Mord verübt, der mehr offenbart als nur den Täter.
Ein Mord im Wald – und viele falsche Fährten
Ein idyllischer Morgen in der Nähe von Stephanskirchen wird jäh unterbrochen: In einer Waldlichtung liegt die Leiche von Andreas Frank (42), Filialleiter einer Bank in Rosenheim. Ein gezielter Schuss ins Herz – sofort tödlich. Die Umstände lassen zunächst auf einen tragischen Jagdunfall schließen. Doch schnell wird klar: Hier hat kein Jäger versehentlich einen Menschen für ein Tier gehalten. Dies war Mord.
Die Ermittler Korbinian Hofer und Ulrich Hansen übernehmen den Fall und stoßen auf ein Umfeld, das scheinbar bürgerlich, korrekt und geordnet wirkt – aber bei genauerem Hinsehen tiefe Risse zeigt.
Der Tote – ehrgeizig, pedantisch, unbeliebt
Andreas Frank war nicht nur Banker, sondern auch leidenschaftlicher Jagd- und Musikliebhaber. Besonders bekannt war er für sein intensives Training für sogenannte Brunftschrei-Meisterschaften – ein kurioses, aber prestigeträchtiges Hobby, das in der Region durchaus ernst genommen wird.
Doch genau dieses Verhalten brachte ihm Ärger ein. Nachbarn klagen über Lärm, Kollegen über seine Pedanterie, Geschäftspartner über seine Strenge. Frank galt als unangenehm korrekt, kompromisslos und wenig nachsichtig. Eigenschaften, die ihn im Leben erfolgreich machten – und ihm möglicherweise den Tod brachten.
Die Pathologie bringt Klarheit
Die Obduktion bestätigt: Das Projektil steckt noch im Körper, Kaliber 7,62 mm. Der Schuss kam frontal, aus kurzer Distanz. Kein Querschläger, kein Irrtum. Jemand stand Andreas Frank direkt gegenüber – und drückte ab.
Die Ballistik ergibt zudem: Nicht jede Waffe im Jagdrevier kommt infrage. Die Liste der Verdächtigen schrumpft, doch das Motiv bleibt zunächst im Dunkeln.
Bankgeschäfte als tödlicher Auslöser
Die Ermittlungen führen in die Bank, in der Frank arbeitete. Hier stoßen Hofer und Hansen auf Unregelmäßigkeiten in der Kreditvergabe. Ein größerer Geschäftskredit wurde offenbar unter dubiosen Umständen bewilligt – mit einer Unterschrift, die Frank angeblich während seines Urlaubs geleistet haben soll.
Ein Widerspruch, der misstrauisch macht.
Schnell rückt eine Kundin der Bank in den Fokus: Katrin Graf, Inhaberin einer Druckerei, die wirtschaftlich stark unter Druck steht. Die Auftragslage ist schlecht, die Schulden wachsen, die Existenz wackelt.
Die Fälschung – und die Eskalation
Die Ermittler entdecken, dass die Unterschrift unter dem Kreditvertrag gefälscht wurde. Frank hatte den Betrug erkannt und wollte den Vertrag rückgängig machen. Für Katrin Graf bedeutete das den finanziellen Ruin.
Verzweiflung, Angst und Wut mischen sich zu einem gefährlichen Cocktail. Als Frank ankündigt, Anzeige zu erstatten, sieht Graf keinen Ausweg mehr.
Die Tatwaffe und das Geständnis
Ein entscheidender Durchbruch gelingt, als die Tatwaffe in einem hohlen Baum nahe des Tatorts gefunden wird. Eine seltene Waffe, eindeutig identifizierbar. Die Spur führt direkt zu Katrin Graf.
Schließlich bricht sie zusammen und gesteht. Sie habe Franks Urlaub genutzt, um sich den Kredit zu erschleichen. Als er sie entlarvte und zur Rechenschaft ziehen wollte, habe sie die Kontrolle verloren. Der Mord war kein kalt geplanter Anschlag – sondern eine Tat aus existenzieller Panik.
Mehr als ein Krimi – ein Sozialdrama
„Waidmanns Unheil“ ist weit mehr als ein klassischer Whodunit. Die Folge zeigt eindrucksvoll, wie wirtschaftlicher Druck, Angst vor dem sozialen Abstieg und fehlende Perspektiven Menschen an den Rand treiben können.
Andreas Frank war kein Sympathieträger, doch sein Tod ist dennoch tragisch. Er wurde Opfer einer Situation, in der Moral, Recht und Überlebensangst frontal aufeinanderprallten.
Die leisen Töne der Serie
Neben der kriminalistischen Spannung überzeugt die Episode durch ihre ruhigen, fast melancholischen Zwischentöne: die musikalische Rahmenhandlung rund um die Akademie, der ironische Kontrast zwischen Kunst und Verbrechen, sowie die subtile Darstellung menschlicher Schwächen.
Gerade diese Mischung macht Die Rosenheim-Cops so besonders – und diese Folge zu einem der emotional stärkeren Fälle der Staffel.
Fazit
Mit „Waidmanns Unheil“ gelingt der Serie ein packender, nachdenklicher und zugleich spannender Krimi, der zeigt, dass das wahre Unheil oft nicht im Wald, sondern im Inneren der Menschen lauert.
Frage zum Schluss:
Wie weit würdest du gehen, wenn deine Existenz auf dem Spiel steht – und wo beginnt für