Die Rosenheim-Cops: Kommissar Stadlers härtester Fall – Bringt dieses dunkle Geheimnis aus der Gärtnerei die Ermittler an ihre Grenzen? 🕵️‍♂️🥨😱

GRIMM: Gut leider nicht, aber ich bin immer wieder gerne dort. Lustigerweise habe ich parallel zu „Die Maiwald“ dort für die Serie „Mordufer“ in Überlingen gedreht, ich war ein Tatverdächtiger. Ich bin im vergangenen September also zwischen Maria Alm und Überlingen hin und her gefahren, das war eine Pinzgau-Südbaden-Verbindung.

In der Serie „Mordufer“ war Michael A. Grimm (Zweiter von rechts) kürzlich zu sehen (mit Franziska Weisz, Maria Wördemann und Barbara Romaner, von links).
In der Serie „Mordufer“ war Michael A. Grimm (Zweiter von rechts) kürzlich zu sehen (mit Franziska Weisz, Maria Wördemann und Barbara Romaner, von links). Foto: Constantin Campean, ZDF

Von einer Idylle in die nächste, sozusagen. Wie hat es Ihnen denn in Maria Alm gefallen?

GRIMM: Es gibt ja manche Regionen, die bemühen sich, sehr, idyllisch zu sein. Aber da muss sich Maria Alm nicht anstrengen, Überlingen übrigens auch nicht. Das sind Orte, die machen es einem leicht, sie als begehrtes Urlaubsziel nicht nur zu erkennen, sondern auch zu nutzen.

Ihre Filmfigur Georg Maiwald ist Bürgermeister von Maria Alm. Wäre das auch ein Job für Sie?

GRIMM: Was den Ort angeht, auf jeden Fall. Auch was die Menschen angeht, auf jeden Fall. Aber wenn es darum geht, sich in dieser Position mit Interessengemeinschaften verschiedenster Couleur rumschlagen zu müssen – da gibt es sicher angenehmere Aufgaben.

Was denken Sie, warum könnte „Die Maiwald“ ein guter Ersatz für den „Bergdoktor“ sein, dessen Sendeplatz das Format belegt?

GRIMM: Ich sehe uns nicht als Ersatz, aber natürlich schlagen wir in die gleiche Kerbe: Berge und ein bisschen Abenteuer und Unterhaltung drumherum. Die „Bergretter“ haben noch Action, der „Bergdoktor“ seine medizinischen Fälle und „Lena Lorenz“ die Schwangerschaften. Bei uns sind es Tiere. Das Format will ja nichts neu erfinden. Man wird Berge sehen und man wird Menschen sehen, die aber eben nicht beim Klettern abstürzen, sondern die kranke Kühe oder Katzen haben. Wir haben wirklich gute Episodendarsteller und Geschichten, aber der Kern ist für mich diese schöne Dreierkonstellation: Georg Maiwald, seine Frau Denise und seine Schwester Johanna, die Tierärztin ist. Die beiden Frauen sind beste Freundinnen. Georg liebt seine Frau und er liebt seine Schwester. Aber irgendwie haben alle auch ihre Schwierigkeiten miteinander. Und das ist der Reiz des Ganzen. Und wenn man Tiere mag und Berge, dann gibt es keinen Grund, nicht einzuschalten. (lacht)

Haben Sie Haustiere oder hatten Sie mal welche?

GRIMM: Als Kinder hatten meine Schwestern und ich viele Haustiere. Vielleicht zu viele, würde ich heute sagen. Ich glaube auch, ich kann ganz gut mit Tieren, trotzdem bin ich froh, dass nicht ich in unserer Serie der Tierarzt bin, sondern die werte Kollegin Doris Schretzmayer. (lacht) Nicht, weil ich das nicht wollen würde, aber das ist schon noch mal eine ganz andere Nummer. Auch wenn wir viele wunderbare Tiertrainer haben und ganz wunderbare Filmtiere, sind das keine Kollegen, die auf Kommando das tun, was man von ihnen verlangt. Ich habe als Georg Maiwald einen wunderbaren Hund, die Bärbel. Und ich bin sehr froh, dass es in den meisten Spielszenen bei dem Hund bleibt.

In Ihrer ersten Szene sehen die Zuschauer Sie beim Joggen mit Bärbel. Welchen ersten Eindruck haben Sie von Georg bekommen?

GRIMM: In den ersten Szenen, die ich beim Casting gespielt habe, ging es um Georgs Beziehung zu seiner Schwester und vor allem um die geschwisterliche Rivalität zwischen den beiden. Mein Einstieg war die Szene, in der er zu ihr in das Haus der Eltern zieht. Georg ist raumgreifend, sehr fordernd, jemand, der Anerkennung und Zuneigung sucht. Das war das erste große Bild, das ich von ihm bekommen habe.

Geschwisterliebe: Tierärztin Dr. Johanna Maiwald (Doris Schretzmayer) und Bürgermeister Georg Maiwald (Michael A. Grimm).
Geschwisterliebe: Tierärztin Dr. Johanna Maiwald (Doris Schretzmayer) und Bürgermeister Georg Maiwald (Michael A. Grimm). Foto: André Kowalski, ZDF

Hat die Chemie zwischen Ihnen und Doris Schretzmayer, die Ihre Schwester spielt, und Sonsee Neu, die Ihre Frau spielt, gleich gestimmt?

GRIMM: Ja. Und genau dafür gibt es ja Castings. In unserem Alter, wenn ich das so sagen darf, auch wenn die Damen natürlich weitaus jünger aussehen, hat man ja schon hunderte Rollen gespielt. Da geht es beim Casting nicht mehr darum, ob man etwas spielen kann, sondern darum, ob man mit seinen Partnern gut zusammenpasst. Und ich habe mich mit beiden Damen sehr wohlgefühlt. Wir haben gleich einen Zugang zueinander gefunden.

In der Ehe von Georg und Denise lief es schon mal besser. Gibt es noch eine Chance für die Liebe?

GRIMM: Es gibt eine Chance für die Liebe, aber leicht wird es nicht! Dramaturgisch gedacht könnte die Geschichte schon noch ein paar 90-Minüter tragen. (lacht)

Als Georg wegen seiner Eheprobleme wieder in sein Elternhaus zieht, bringt er seine Kaffeemaschine mit, weil ihm die „Brühe“ seiner Schwester nicht schmeckt. Trinken Sie auch gern guten Kaffee?

GRIMM: Ja. In der Szene sind Georg und ich tatsächlich nicht allzu weit voneinander entfernt. Mit meiner Frau gab es schon auch Diskussionen darüber, wie groß so eine Siebträgermaschine sein darf und wie viel Zubehör man wirklich braucht, um einen guten Kaffee brühen zu können. (lacht) Ich bin in der Beziehung vielleicht nicht ganz so nerdig wie der Georg, aber ich mag gerne guten Kaffee und ich tue auch einiges dafür.

Im deutschen Fernsehen gibt es einige, sagen wir mal, Heimatfilme. Auch in „Die Maiwald“ spürt man eine Heimatverbundenheit. Warum sind solche Formate Ihrer Meinung nach so beliebt?

GRIMM: Lustigerweise mögen oft die Leute solche Filme, deren Heimat ganz woanders ist. Ich habe mal in Südtirol Theater gespielt, da hat niemand, mit dem ich geredet habe, den Bozen-Krimi geschaut. In Hamburg zum Beispiel war das ganz anders. Aber in solchen Filmen geht es eben nicht um die echte Heimat, sondern eher um eine Wunschvorstellung. Und wenn man auf der Suche nach leichter Unterhaltung ist, sucht man ja nicht in erster Linie Realität, sondern einfach etwas Schönes – einen Ort, an dem man gerne Urlaub machen würde. Deswegen spielen viele Serien eben an der Nordsee, an der Ostsee, in den Alpen, am Bodensee oder im Schwarzwald – aber sicher nicht in einem Industriegebiet eines deutschen Ballungsraums. Man will sich beim Zuschauen ja wohlfühlen. Es geht bei solchen Filmen auch um die Schaffung einer abgeschotteten heilen Welt, die so natürlich nicht existiert. Aber für mich ist das ein legitimes Mittel der Unterhaltung, solange man immer noch im Hinterkopf hat, dass es eben nicht die Realität ist.

Wo haben Sie Heimatgefühle?

GRIMM: Vor allem bei Menschen. Menschen, die ich mag und die mich mögen, bei denen man sich aufgehoben fühlt. Aber natürlich auch an Orten, die mir vertraut sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich der Ort verändert, sobald die Menschen sich ändern. Ein Ort allein macht für mich keine Heimat. Aber wenn ich in München, wo ich wohne, nach Süden schaue und die Berge sehe, spüre ich immer eine klare Verortung, die ich im norddeutschen Flachland manchmal vergebens suche. Auf manche Menschen wirken Berge bedrohlich, bei mir ist das Gegenteil der Fall – sie geben mir ein Gefühl der Geborgenheit.

Viele Zuschauer kennen Sie vor allem als Tobias Hartl bei den „Rosenheim-Cops“. Ist das die Rolle, auf die Sie am häufigsten angesprochen werden?

GRIMM: Das kommt immer darauf an. In Österreich zum Beispiel werden die „Rosenheim-Cops“ sehr gern geschaut, die haben oft Einschaltquoten von über 20 Prozent. Auch in Baden-Württemberg werde ich oft darauf angesprochen. In Bayern häufiger auf „Dahoam is Dahoam“, obwohl ich da schon eine Weile nicht mehr dabei bin. In Bremerhaven im Zoo am Meer hat mich tatsächlich mal eine Dame im tiefsten Platt angesprochen: „Ach, Sie sind doch der Fleischer aus dieser bayerischen Serie!“ (lacht) Andere kennen mich sogar noch aus der „Lindenstraße“, obwohl die Serie längst abgesetzt ist und ich dort vielleicht 16 Drehtage in sieben Jahren hatte …

Zur Person

Michael A. Grimm (55) absolvierte in den 90er-Jahren seine Ausbildung zum Schauspieler an der Bayerischen Theaterakademie. Anschließend gehörte er zum Ensemble des Bayerischen Staatsschauspiels, hat seit der Zeit aber auch regelmäßig Auftritte in Film- und Fernsehproduktionen. Im Kino war er beispielsweise in Filmen wie „Schwere Jungs“ und „Guglhupfgeschwader“ zu sehen, im Fernsehen mehrfach im Tatort sowie über längere Zeit in Serien wie „Lindenstraße“, „Forsthaus Falkenau“, „Dahoam is Dahoam“ und „Die Rosenheim-Cops“. Am 26. März und 2. April 2026 jeweils um 20.15 Uhr zeigt das ZDF die ersten Folgen der neuen Serie „Die Maiwald“ (bereits in der Mediathek).

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