Der Bergdoktor: Hans Sigl’s Emotional Struggle Behind the Scenes – Is Martin Gruber Facing His Most Heartbreaking Crisis Yet? 🩺🏔️😭 #MartinGruber #DerBergdoktor
„Bergdoktor“-Fans aufgepasst: Im Januar geht es mit einer neuen Staffel weiter. Annika Ernst spricht jetzt im RUHR24-Interview über die ZDF-Serie.
Ellmau – Am 8. Januar beginnt die 19. Staffel der beliebten ZDF-Serie „Der Bergdoktor“. Annika Ernst spielt bereits seit dem Jahr 2021 die Ärztin Dr. Johanna Rüdiger. Im RUHR24-Interview spricht die Schauspielerin über die neue Staffel, die Stimmung am Set und kommende Projekte.
„Bergdoktor“ Staffel 19: Zuschauer erwarten neue Episodenrollen
Im Januar startet die neue „Bergdoktor“-Staffel. Bist du schon aufgeregt?
Ich bin wirklich gespannt, obwohl ich natürlich die Drehbücher kenne und damit auch die Geschichten. Die ersten beiden Folgen haben wir im Mai gedreht, also ungefähr bis Mitte Juni. Wir drehen ja immer zwei Folgen zusammen – also eins und zwei, drei und vier, fünf und sechs, sieben und acht. Die letzten, also sieben und acht, wurden gerade erst gedreht, und eins und zwei liegen schon etwas länger zurück.
Ich weiß also zwar noch, worum es in den Geschichten geht, aber trotzdem bin ich sehr gespannt. Ich liebe das Format einfach so sehr, und deswegen habe ich keinerlei Angst, dass sie nicht gut sein könnten – im Gegenteil, ich bin mir sicher, dass sie gut sind. Wir hatten so tolle Regisseur*innen, das wird auf jeden Fall gut. Ich freue mich darauf so, wie man sich auf einen Urlaub freut, von dem man genau weiß, dass er schön wird – einfach diese Vorfreude, dass es bald so weit ist.
Worauf dürfen sich Fans von „Der Bergdoktor“ in der 19. Staffel besonders freuen?
Wir haben natürlich wieder – wie eigentlich jedes Jahr – sehr gute Episodenrollen und großartige Schauspielerinnen und Schauspieler, die bei uns mitspielen. Ich finde, es ist oft sehr dramatisch. Es gibt ja in jeder Folge einen Fall, also die typischen Episodengeschichten, und dazu die sogenannten horizontalen Handlungsstränge. Ich finde, das ist diesmal wieder eine super Mischung, weil in diesen durchgehenden Geschichten sehr dramatische Dinge passieren. Gerade bei uns im Krankenhaus, wo ich mit Mark Keller und Rebecca Immanuel spiele, wird es aber auch wieder ziemlich lustig.
„Bergdoktor“ Staffel 19: Bei Johanna Rüdiger gibt es private Veränderungen
Wie geht es mit deiner Rolle Dr. Johanna Rüdiger weiter?
Ich bin auf jeden Fall die ganze Zeit dabei. Und man weiß ja, dass meine Figur lesbisch ist – das ist in dieser Staffel auch ein Thema. Dieses Jahr geht es stärker um das Privatleben meiner Figur. In den vergangenen Jahren war das ja nur am Rande Thema. Da stand vor allem das Berufliche im Vordergrund, sie ist ja eine richtige Karrierefrau – und das ist auch völlig in Ordnung so. Das Berufliche bleibt natürlich wichtig, schließlich spielt alles im Krankenhaus und sie ist Ärztin. Aber ja, diesmal wird es auf jeden Fall auch privat.
Wie hat die Rolle im Bergdoktor deine Karriere verändert?
Oh, mehr als ich gedacht hätte, auf jeden Fall. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass es so viel ausmacht. Ich weiß natürlich, dass die Serie sehr erfolgreich ist, aber es ist einfach ein Unterschied, wenn ein Format im Schnitt rund sechs Millionen Leute in Deutschland erreicht, ohne Mediathek, und dann noch einmal etwa anderthalb bis zwei Millionen in Österreich dazukommen. Ich wohne ja mit meinem Mann, der Österreicher ist, zum Teil auch dort, und kriege das dadurch auch dort sehr mit.
Vorher habe ich ja auch andere Formate gedreht, zum Beispiel die SAT.1-Serie „Einstein“ mit Tom Beck, wo meine Rolle doch etwas größer war im Vergleich, weil ich da die weibliche Hauptrolle gespielt habe. Aber das haben im Schnitt nur ungefähr eine Million Leute gesehen. Und beim „Bergdoktor“ – also, wie viele Leute mich darauf schon angesprochen haben, ist wirklich krass. Das ist mit Abstand das, worauf ich in meiner ganzen, über zwanzigjährigen Karriere am häufigsten angesprochen wurde.
Das hat auf jeden Fall sehr stark beeinflusst, was danach passiert ist. Anfang letzten Jahres habe ich mir dann einen Traum erfüllt: Ich war im Playboy. Das wollte ich unbedingt machen, ich fand das super. Und um da aufs Cover zu kommen, braucht man ja einen gewissen Prominenzgrad. Ich glaube, ohne den „Bergdoktor“ wäre dieser Traum für mich vielleicht nicht wahr geworden – die Serie hat dabei auf jeden Fall geholfen.
Annika Ernst im Interview: Über den „Playboy“ und ihre Rolle im „Bergdoktor“
Du sagst, der „Playboy“ war ein Traum von dir. Warum?
Ich wollte das einfach supergerne machen. Ich hatte das schon jahrelang im Kopf. Ich mag meinen Körper total und bin stolz darauf, weil ich unglaublich viel Sport mache und mich super wohl fühle. Trotzdem ist es natürlich eine Herausforderung – und ich mag Herausforderungen. Das Team vom Playboy ist mega, die geben einem ein unglaublich gutes Gefühl. Diese zwei Tage waren einfach ganz toll, weil das ein großartiges Team ist. Wenn da eine Frau fotografiert wird, feiern die sie komplett.
In Deutschland wird Bescheidenheit oft sehr großgeschrieben. Den Satz „Eigenlob stinkt“, den mag ich wirklich gar nicht. Ich finde, man darf sich schon selbst loben, beziehungsweise stolz auf sich sein. Wenn man etwas gut macht – warum nicht? Es ist doch traurig, wenn man das nicht darf.
Zurück zum Bergdoktor – was war dein emotionalster Moment am Set?
Es ist bei uns am Set nicht nur tief und emotional, wir haben auch extrem viel Spaß. Das ist wirklich so ein Grundrauschen, weil ich das große Glück habe, immer mit Hans, Mark und Rebecca zu drehen. Vor allem Hans und Mark verhalten sich oft wie freche Schuljungs von früher, sie machen sehr viele Witze, sodass wir alle sehr viel lachen. Es ist wirklich extrem lustig. Mit Rebecca verstehe ich mich auch sehr gut.
Ein Moment, an den ich oft denken muss, war eine Szene, in der ich mich ständig versprochen habe. Die Kamera war auf mich gerichtet, und ich habe Hans und Mark angespielt, die hinter der Kamera standen. Wir mussten so lachen, dass ich fast Bauchschmerzen bekommen habe. Man steigert sich da ja richtig rein, gerade wenn man eigentlich nicht lachen darf. Aber genau das ist ein ganz großartiges Gefühl, weil es so wahnsinnig lustig ist.
„Der Bergdoktor“ Staffel 19: So ist Hans Sigl im Vergleich zu seiner Figur
Kommt‘s dann auch manchmal dazu, dass Szenen eigentlich anders geplant sind, aber sich durch solche Situationen ein bisschen verändern?
Ja, also wir haben zum Glück sehr gute Autorinnen und Autoren, aber vor Ort wird das immer noch mal ein bisschen angepasst. Wir haben zum Glück auch immer eine medizinische Fachangestellte da. Wir können die Texte nicht einfach ändern, sodass etwas nicht mehr stimmt.
Das wird schon immer noch angepasst, einfach weil wir unsere Figuren ja auch so gut kennen und dann auch etwas wissen und Ideen haben – nicht, weil wir es besser wüssten als die Autorinnen und Autoren. Ich bin ja eh ein riesiger Fan von Teamwork, und dann kann auch Hans mal eine Idee zu meiner Figur haben. Da bin ich überhaupt nicht beleidigt, weil er ja auch der Kopf der Serie ist, und da denke ich: Wenn das eine gute Idee ist, wäre ich ja blöd, wenn ich die nicht nehme, nur weil es nicht meine Idee war.
Wie ist Hans Sigl privat im Vergleich zu seiner Rolle Martin Gruber? Hat dich vielleicht auch irgendwas an ihm überrascht?
Hans und Martin Gruber sind jetzt nicht wie Feuer und Wasser oder so, also kein kompletter Gegensatz. Das sehr, sehr Lustige, sehr Freche – er kann ja wahnsinnig gut reden, super moderieren und so locker daherreden – das kommt meiner Meinung nach beim „Bergdoktor“ gar nicht so oft vor. Das ist auf jeden Fall eine große Qualität von Hans, dass er einen wahnsinnig guten Humor hat und unglaublich schnell im Kopf ist.
Ansonsten ist es ja so, dass Martin Gruber oft diese enorme Verantwortung übernimmt. Und das spiegelt Hans total wider. Der „rockt“ das nicht einfach nur so runter. Er nimmt sich das wirklich sehr zu Herzen. Er hat oft Ideen, sagt dann zum Beispiel: „Nein, die Szene vorher, die wir schon gedreht haben, war so und so, dann muss das hier angepasst werden.“ Er übernimmt sehr viel Verantwortung für das Format. Gleichzeitig ist er überhaupt nicht abgehoben oder arrogant. Er begegnet auch den Episodenrollen mit großer Wertschätzung – da sagen ja wirklich alle, dass sie sich am Set wohlfühlen und gut ins Team integriert werden.
Das ist für Schauspielerinnen und Schauspieler extrem wichtig, weil die Episodenrollen ja oft richtiges Drama zu spielen haben – und manchmal gleich am ersten Drehtag. Die meisten ihrer Szenen sind sehr bewegend, weil das, was den Figuren passiert, immer sehr emotional ist. Dieses Warmherzige hat er auf jeden Fall, und das verbindet ihn wieder ganz stark mit seiner Rolle.
„Der Bergdoktor“ Staffel 19: So ist die Stimmung zwischen den Schauspielern
Wie ist die Atmosphäre Backstage zwischen den Darstellerinnen und Darstellern?
Die ist echt super. Ich habe an vielen Sets das Glück gehabt, dass die Atmosphäre gut ist, aber dort ist es wirklich besonders schön. Es ist ja jetzt schon die neunzehnte Staffel, die wir gedreht haben. Im Büro gibt es ein paar Leute, die von Anfang an, also seit neunzehn Staffeln, dabei sind. Am Set selbst ist, glaube ich, außer manchen Schauspielerinnen und Schauspielern niemand volle neunzehn Jahre dabei, aber unsere Kostümbildnerin ist, glaube ich, seit siebzehn Jahren dabei, unser Toningenieur auch seit siebzehn Jahren.
Dabei ist das wie eine große Familie – auch bei den Nicht-Schauspielerinnen und -Schauspielern, das ganze Team insgesamt. Ich wundere mich jedes Mal: Wir verabschieden uns im Dezember – und wenn wir im April wieder anfangen, ist es, als wäre keine Zeit vergangen. Es ist wirklich schön – eine richtig schöne Atmosphäre.
Welche Rolle hättest du gerne im „Bergdoktor“ gespielt, wenn du frei wählen könntest?
Den Bergdoktor. Nicht nur, weil er die Hauptrolle ist, sondern weil er einfach so viele unterschiedliche Szenen zu spielen hat – von hochdramatisch bis zu leicht und lustig.
Annika Ernst im Interview – so geht es bei der Schauspielerin privat weiter
Jetzt nochmal zu dir. Was sind deine nächsten Projekte?
Im Moment mache ich tatsächlich über den Winter eine Fitnesstrainer-Lizenz, also mal etwas ganz anderes. Ich mache ja so viel Sport, und ich mache das ehrlich gesagt einfach nur für mich, finde es super interessant und lerne da auch viel für mein eigenes Training.
Ich habe so eine umgekehrte Prüfungsangst – ich liebe es, Prüfungen abzulegen. Ich habe drei Tauchscheine, einen Auto-Führerschein, einen Motorradführerschein, den kleinen Waffenschein, einen Gleitschirmschein und zwei verschiedene Bootsführerscheine. Und dann demnächst noch die Fitnesstrainer-Lizenz.
Was würdest du denn deinem jüngeren Schauspiel-Ich heute raten?
Ich würde ihr sagen, dass sie sich freuen kann – dass es gut laufen wird. Denn es ist ja schon ein unsicherer Job. Selbst jetzt: Klar, ich bin im sechsten Jahr beim „Bergdoktor“, das ist dann natürlich ziemlich sicher.
Aber bei den Serien, die ich vorher gedreht habe, war nie klar, wie gut die Quote sein wird und ob es weitergeht. Beim „Bergdoktor“ ist es dagegen sehr wahrscheinlich, dass die Quote super ist und es deshalb auch eine zwanzigste Staffel geben wird – da müsste schon einiges passieren, damit das nicht so ist.
Ich habe es nie wirklich grundsätzlich angezweifelt, aber natürlich denkt man manchmal: „Was ist, wenn es nicht läuft?“ Und da würde ich sagen: „Hey, das wird schon laufen.“ Also ein bisschen Sicherheit zusprechen: Vertrau darauf, das ist richtig, was du machst.
Gibt‘s ein Traumprojekt oder eine Traumrolle, die du gerne irgendwann verwirklichen würdest?
Ja, es gibt zwei. Einmal würde ich gern in einer wirklich, wirklich tollen Komödie mitspielen, so was wie die englische Serie „Fleabag“. Ich finde die so genial, die ist so gut gemacht. Das wäre mein großer Traum. Und das andere wäre, dass ich in einer großen Fantasy-Produktion mitspiele. In Deutschland gibt es ja schon Sachen wie „Dark“, also ein bisschen Mystery, aber bisher keine richtig große Fantasy-Produktion. International wäre das natürlich möglich. Wenn ich es mir aber aussuchen könnte, würde ich trotzdem lieber so etwas wie „Fleabag“ drehen.