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Wenn der Körper streikt, das Ego rebelliert und die Sehnsucht stärker ist als jeder Muskel – dann befindet sich Joe mitten in einem emotionalen Chaos, das weit mehr offenbart als ein paar übertriebene Trainingseinheiten. Was auf den ersten Blick wie ein klassischer Fitness-Fail aussieht, entpuppt sich in Wahrheit als ein tiefes, persönliches Drama, in dem Verlustangst, Überforderung und Selbstzweifel näher beieinanderliegen, als Joe es sich eingestehen möchte.

Peggy ist weg – und mit ihr ein großer Teil von Joes emotionalem Gleichgewicht. Für andere ist es nur eine Abwesenheit, ein vorübergehender Zustand. Doch für Joe fühlt sich ihr Fehlen an wie ein Loch, das niemand schließen kann. Plötzlich hat er Zeit. Zu viel Zeit. Zu viele Gedanken. Und ein Körper, der auf einmal zeigt, wie sehr ihn diese emotionale Belastung wirklich mitnimmt. Es reicht ein Moment der Schwäche, ein kurzes Erkennen des eigenen Verfalls – und schon steht für Joe fest: Das muss sich ändern. Sofort. Radikal. Und am besten mit einem Training, das ihm beweist, dass er stärker ist, als er sich gerade fühlt.

Doch genau darin liegt sein Fehler. Denn Joe sucht nicht nach Fitness. Er sucht nach Kontrolle. Nach Bestätigung. Nach einem Gefühl, das ihm zeigt, dass er nicht auseinanderfällt. Er will sich selbst beweisen, dass er etwas schaffen kann, während innerlich alles nach Peggy schreit. Also startet er ein Fitnessprogramm, das weniger mit Vernunft und mehr mit Trotz zu tun hat.

Was folgt, ist der typische Joe: Alles oder nichts.
Und meistens entscheidet er sich für „alles“ – auch dann, wenn es ihn in Schwierigkeiten bringt.

Die ersten Trainingstage laufen überraschend gut. Adrenalin, Wut und Sehnsucht – all das treibt ihn an. Doch sein Körper sendet unüberhörbare Signale. Erschöpfung. Muskelzittern. Schmerz. Zeichen, die jeder Fitnesscoach ernst nehmen würde. Aber Joe? Joe überhört sie. Oder schlimmer: Er will sie nicht hören. Denn wenn er aufhört, wenn er nachlässt, müsste er sich den Gefühlen stellen, die er so verzweifelt wegtrainieren will.

Und dann kommen die zwei „Pumper“. Typen, die aussehen, als würden sie dreimal täglich Proteinshakes intravenös verabreicht bekommen. Für jeden anderen wären sie der klare Hinweis, dass man einen Gang zurückschalten sollte. Für Joe sind sie eine Herausforderung. Eine Gelegenheit. Eine Chance, etwas zu beweisen – wem auch immer. Vielleicht Peggy. Vielleicht sich selbst.