„Alles was zählt“ Übler Verrat! War es das für Killian und Gabriella
Bei Alles was zählt hat sich ein Drama entfaltet, das an moralischer Abgründigkeit kaum zu überbieten ist. Was als verzweifelter Versuch begann, ein Kind zu schützen und Macht zurückzugewinnen, entwickelt sich zu einem perfiden Spiel aus Täuschung, Manipulation und zerstörtem Vertrauen. Im Zentrum stehen Natalie, die Reichenbachs – und mittendrin Kilian und Gabriella, deren Beziehung nun vor der größten Bewährungsprobe steht. Die Frage drängt sich auf: War es das endgültig für dieses Paar?
Angst als Auslöser einer fatalen Entscheidung
Nach der Trennung von Maximilian ist Natalies Misstrauen grenzenlos. Für sie steht fest: Ihr Ex wird nicht ruhen, bis er seinen Sohn Diego wieder vollständig unter seine Kontrolle gebracht hat. Die Erfahrungen der vergangenen Monate haben tiefe Narben hinterlassen. Jede Handlung Maximilians erscheint ihr als Teil eines größeren Plans.
Unterstützt von den Reichenbachs trifft Natalie schließlich eine Entscheidung, die jede Grenze überschreitet – rechtlich, moralisch und menschlich. Sie wollen Maximilian nicht nur stoppen, sondern ihn ein für alle Mal aus dem Spiel nehmen. Der Plan: Ihm eine Entführung anhängen und ihn damit hinter Gitter bringen.
Ein Plan, der perfider kaum sein könnte
Was folgt, ist ein erschreckend detailliertes Täuschungsmanöver. Ein Schauspieler, der Maximilian zum Verwechseln ähnlich sieht, wird engagiert. Natalies Wohnung wird verwüstet, um ein glaubwürdiges Tatbild zu erzeugen. Natalie wird scheinbar gewaltsam verschleppt, der falsche Maximilian verschwindet mit Diego. Alles ist darauf ausgelegt, Polizei und Öffentlichkeit zu täuschen.
Parallel wird der echte Maximilian unter einem Vorwand in ein Flughafenhotel gelockt. Dort erwartet ihn eine inszenierte Szene, die ihn belasten soll: Natalie gefesselt im Badezimmer, Hilferufe, Reisepässe auf seinen Namen – der Eindruck einer geplanten Flucht ist perfekt. Doch Maximilian reagiert anders als erwartet. Statt sich schockiert zu zeigen, denkt er nur an sich – und will fliehen.
Gabriella betritt die Bühne – und zweifelt
In diesem entscheidenden Moment kommt Gabriella ins Spiel. Sie hat ihren Bruder Maximilian an diesem Tag bereits als merkwürdig erlebt: geheime Telefonate, ausweichende Antworten, seltsame Ausreden. Das Bild, das sich ihr nun im Hotelzimmer bietet, scheint all ihre Befürchtungen zu bestätigen.
Ist Maximilian wirklich zu einer solchen Tat fähig?
Kilian konfrontiert Gabriella mit dem belastenden Video der angeblichen Entführung. Für ihn ist die Sache klar: Die Polizei muss eingeschaltet werden. Gabriella jedoch zögert. Sie bittet um Zeit – nur wenige Stunden –, um mit ihrem Bruder zu sprechen und Gewissheit zu erlangen.
Kilians folgenschwerer Vertrauensmoment

Gegen sein besseres Wissen lässt Kilian sich darauf ein. Ein Moment des Vertrauens, der nun wie ein Verrat wirkt. Denn im Krankenhaus erlebt Gabriella eine Begegnung, die alles verändert: Sie sieht einen Mann, der Maximilian bis ins kleinste Detail gleicht. Zu ähnlich, um Zufall zu sein.
In diesem Augenblick beginnt sie zu begreifen, dass ihr Bruder möglicherweise Opfer einer Intrige ist. Die Erkenntnis trifft sie wie ein Schlag. Plötzlich verschiebt sich ihre Loyalität. Nicht mehr Natalie und die Reichenbachs stehen im Mittelpunkt – sondern Maximilian.
Der eigentliche Verrat
Doch anstatt offen mit Kilian zu sprechen, entscheidet Gabriella sich für einen anderen Weg. Sie schweigt. Sie täuscht vor, das belastende Video noch einmal prüfen zu wollen, lenkt Kilian mit einer harmlosen Ausrede ab – und verschafft sich Zugriff auf seine Daten.
Dieser Moment ist entscheidend. Denn hier wird aus Zweifel aktiver Verrat. Gabriella sucht nach Beweisen, nach Hinweisen auf die Inszenierung, nach der Wahrheit – und überschreitet dabei selbst eine Grenze. Als Kilian sie plötzlich dabei ertappt, ist das Vertrauen zwischen ihnen schlagartig zerstört.
Liebe im Schatten der Wahrheit
Die Szene zwischen Kilian und Gabriella ist hochbrisant. Nicht nur, weil ein Verbrechen im Raum steht, sondern weil sich zeigt, wie unterschiedlich beide mit Loyalität umgehen. Kilian glaubt an Ordnung, an Beweise, an klare Entscheidungen. Gabriella handelt aus familiärer Bindung, aus Bauchgefühl, aus Angst, ihren Bruder zu verlieren.
Beide haben gute Gründe – und beide verraten einander auf ihre Weise.