„Alles was zählt” – Backstage Emma und Matteo drehen ihren besonderen Moment
Ein echtes Highlight für Luisa Binger und Riccardo Angelini: Für „Alles was zählt“ geht es endlich wieder aufs Eis. Während sie sich vorsichtig herantasten und über ihre Eislaufkünste lachen, beschreibt Riccardo das Gefühl ganz besonders: „Ist man fein, das Eis unter den Füßen zu haben.“ Warum der Dreh für beide ein „wahnsinniges Privileg“ ist und wie aufgeregt sie wirklich waren, seht ihr im Video.
In der glitzernden Welt der deutschen Daily Soaps gibt es Konstanten, die über Jahre hinweg das Fundament einer Serie bilden. Bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ ist es der Berliner Kiez, bei „Unter uns“ die Schillerallee. Doch wer an „Alles was zählt“ (AWZ) denkt, dem schießt sofort ein ganz bestimmtes Bild in den Kopf: das kühle, spiegelglatte Blau der Eisfläche im Steinkamp-Zentrum. Nach einer gefühlten Ewigkeit, in der private Dramen, Intrigen und Machtspielchen in den Vordergrund rückten, kehrt die Serie nun zu ihren Wurzeln zurück. Die Nachricht, dass Luisa Binger und Riccardo Angelini endlich wieder gemeinsam auf dem Eis stehen, lässt Fan-Herzen weltweit höherschlagen.
Ein Privileg, das man fühlen kann
Es ist nicht nur ein Drehtermin wie jeder andere. Wenn Riccardo Angelini davon spricht, dass es ein „wahnsinniges Privileg“ sei, das Eis unter den Kufen zu spüren, dann schwingt darin eine Authentizität mit, die weit über das Skript hinausgeht. Das Eislaufen ist die Seele von AWZ. Es symbolisiert den harten Kampf um Anerkennung, die Disziplin der Athleten und die Eleganz, die aus Schmerz geboren wird.
Luisa Binger, die in ihrer Rolle als Leyla Öztürk bereits viele Höhen und Tiefen durchlebt hat, bringt eine Frische auf das Eis, die an die Anfänge der Serie erinnert. Das „vorsichtige Herantasten“, das Lachen über kleine Unsicherheiten und die pure Freude an der Bewegung zeigen uns die menschliche Seite hinter den oft so unnahbaren Charakteren. Es ist dieser Kontrast – die harte Kälte des Eises gegenüber der brennenden Leidenschaft der Darsteller –, der die Zuschauer seit fast zwei Jahrzehnten vor die Bildschirme fesselt.
Die Rückkehr der sportlichen Ästhetik
In den letzten Handlungssträngen ging es oft um geschäftliche Übernahmen, familiäre Zerwürfnisse und romantische Verwicklungen. Das ist das Brot und Butter einer Seifenoper. Doch das Eis bietet etwas, das kein Dialog im „A40“ oder in der Steinkamp-Villa ersetzen kann: visuelle Poesie. Wenn die Scheinwerfer der Eishalle angehen und der Atem der Läufer in der kalten Luft kondensiert, verwandelt sich AWZ von einer Drama-Serie in ein sportliches Epos.
Für die Schauspieler bedeutet dies jedoch auch eine enorme körperliche Herausforderung. Während andere Kollegen ihren Text im Sitzen lernen, müssen Binger und Angelini körperliche Höchstleistungen erbringen. Dass sie dabei noch über ihre eigenen „Eislaufkünste“ lachen können, beweist, wie stark der Teamgeist am Set ist. Es erinnert uns daran, dass Erfolg – sowohl in der Serie als auch im echten Leben – oft mit einem Sturz beginnt, nach dem man wieder aufsteht.
Spannung auf und abseits der Fläche
Warum ist dieser Moment für die Fans so wichtig? Weil das Eis in Essen traditionell der Ort ist, an dem die größten Entscheidungen fallen. Hier wurden Meisterschaften gewonnen, Karrieren durch Verletzungen beendet und die tiefsten Liebeserklärungen gemacht. Wenn Leyla und Matteo nun wieder die Schlittschuhe schnüren, fragen sich die Zuschauer zu Recht: Was bedeutet das für die kommenden Wochen? Steht eine neue große Meisterschaft bevor? Wird der Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders die Freundschaften vergiften, oder schweißt die gemeinsame Arbeit auf dem Eis die Gruppe wieder zusammen?
Die Dynamik zwischen Luisa Binger und Riccardo Angelini verspricht eine neue Ära für den Steinkamp-Kader. Es geht nicht mehr nur um das bloße Überleben im Haifischbecken der Sportwelt, sondern um die Rückkehr zur Freude am Sport selbst. In einer Zeit, in der das Fernsehen oft von düsteren Themen dominiert wird, wirkt die Leichtigkeit, mit der die beiden das Eis betreten, fast wie eine Katharsis für das Publikum.