„Bittersüßer Tod in der Konfiserie? Die Rosenheim-Cops: Mord am Schokoladen-König – Eskalierte der Erbstreit zwischen den Brüdern völlig? 🍫🕵️‍♂️🔪“

Am Fuße der Alpen wird es diesmal besonders makaber: Die neueste Ermittlung der „Rosenheim-Cops“ führt das ungleiche Duo Sven Hansen und Anton Stadler direkt in die süße, aber hochemotional geladene Welt einer traditionsreichen Schokoladenfabrik. Doch statt zartschmelzender Pralinen erwartet die Kommissare ein eiskaltes Verbrechen. In dieser klassischen Folge aus dem Jahr 2015, die wir am 4. Mai 2026 erneut genießen dürfen, zeigt sich wieder einmal: Wo es viel zu erben gibt, ist der Neid oft nicht weit.

Prisma

Der Fall: Endstation zwischen Kakaobohnen und Förderbändern

Der Chef einer renommierten Schokoladenfabrik wurde ermordet. Ein Schock für die Belegschaft und die Stadt Rosenheim. Während der Duft von Schokolade noch in der Luft hängt, müssen Hansen und Stadler hinter die glänzenden Fassaden des Familienunternehmens blicken. Schnell rücken zwei Verdächtige in den Fokus: Die Brüder des Opfers.

Ein tiefgreifender Erbstreit scheint das Familienidyll schon lange vor der Tat zerrüttet zu haben. Ging es um die Vorherrschaft im Betrieb oder um das millionenschwere Erbe des Vaters? Die Dynamik zwischen den Brüdern ist geprägt von alten Wunden und finanzieller Gier. Doch die Cops wären nicht die Cops, wenn sie nicht auch einen Blick auf die Angestellten werfen würden. Auch der Werksleiter scheint ein handfestes Motiv zu haben. Hat er die Gunst der Stunde genutzt, um sich eines unbequemen Chefs zu entledigen?

Ermittlungen mit bayerischem Charme und norddeutscher Sachlichkeit

Das Zusammenspiel zwischen Sven Hansen (Igor Jeftić) und Anton Stadler (Dieter Fischer) ist auch in diesem Fall das Highlight. Während Hansen mit seiner gewohnt hanseatisch-kühlen Analytik an die Spuren herangeht, bringt Stadler die bayerische Intuition und die nötige Prise Hartnäckigkeit mit. Wenn es darum geht, Zeugen zwischen Leberkäs und Kaffee zu befragen, ist Stadler in seinem Element.

Unterstützt werden sie wie immer von der Seele des Reviers: Miriam Stockl. „Die Stockl“ hat ihre Ohren überall und liefert oft den entscheidenden Hinweis, während Michael Mohr im Hintergrund die akribische Kleinarbeit leistet. In Rosenheim arbeitet man eben Hand in Hand – besonders, wenn es um die Aufklärung eines so „süßen“ Mordes geht.

Ein Krimi-Klassiker mit Herz und Humor

Regisseur Holger Barthel und Drehbuchautorin Katrin Arendt ist es gelungen, eine spannende Whodunit-Geschichte zu weben, die den Zuschauer bis zum Ende rätseln lässt. Die Kulisse der Schokoladenfabrik bietet einen reizvollen Kontrast zur düsteren Tat und sorgt für optische Highlights.

Die Rosenheim-Cops beweisen auch hier wieder, warum sie seit Jahrzehnten ein Erfolgsgarant im Vorabendprogramm sind: Eine packende Kriminalgeschichte, die ohne übermäßige Gewalt auskommt, gepaart mit sympathischen Charakteren und der unverwechselbaren bayerischen Lebensart.