„Rosenheim-Cops”-Star mit bitterem Fazit über seine Serien-Kollegen: „Öfter enttäuscht worden”
Ein Schauspieler der „Rosenheim-Cops” steht mit einigen Kollegen schon seit Jahrzehnten vor der Kamera. Richtige Freundschaften entwickelten sich aber nie.
Rosenheim – Seit über zwei Jahrzehnten gehört Max Müller (61) fest zum Inventar der beliebten ZDF-Serie „Die Rosenheim-Cops“. Als „Michi Mohr“ ist er für viele Zuschauer ein vertrautes Gesicht. Doch hinter der heiteren Fassade der Erfolgsserie blickt der Schauspieler heute deutlich kritischer auf das Miteinander in der Branche und spricht offen über persönliche Enttäuschungen.

Im Gespräch mit der „Abendzeitung München“ wird Max Müller ungewöhnlich ehrlich, wenn es um Beziehungen unter Kollegen geht. Freundschaften am Set sind für den Schauspieler ein schwieriges Thema. Der Grund: schlechte Erfahrungen. „Ich bin öfter von sogenannten Freunden ziemlich enttäuscht worden und diesbezüglich inzwischen sehr zurückhaltend“, erklärt Müller.
Rückzug aus persönlichen Gründen: Max Müller tritt am Set der „Rosenheim Cops“ kürzer
Für ihn ist deshalb klar, dass echte Freundschaften im Schauspielbusiness selten sind. Zwar gibt es für ihn gute Bekanntschaft und Kollegialität, doch: „Wahre Freundschaft funktioniert unter Kollegen nicht, dazu ist der Egoismus viel zu groß.“ Ein hartes Fazit, das der Schauspieler nach vielen Jahren im Rampenlicht zieht – für ihn aber die richtige Entscheidung.
Seine engsten Vertrauten hat Müller deshalb bewusst außerhalb der Branche gefunden. Zwei langjährige Freunde begleiten ihn durchs Leben – „zum Glück nicht in der Schauspielbranche“, wie er betont. Trotz seiner kritischen Worte bleibt die Stimmung am Set der „Rosenheim-Cops“ professionell, wo es laut dem Star meist recht entspannt zugeht.
Dennoch steht für ihn aktuell etwas anderes im Fokus: seine Familie. Der Schauspieler hat entschieden, künftig kürzerzutreten. „Da ich nicht weiß, wie es mit meiner 87-jährigen Mama Mathilde weitergeht, drehe ich jetzt knapp ein Drittel weniger als zuvor“, erklärte er ebenfalls im Interview mit der „Abendzeitung“. Seine Prioritäten haben sich verschoben: „Ich spüre, dass sie mich jetzt verstärkt braucht.“ Ein möglicher Serienabschied steht zwar nicht fest, doch für Max Müller zählen im Moment weniger die Kollegen am Set, und mehr die Menschen, die ihm im Leben wirklich nahestehen. Verwendete Quellen: abendzeitung-muenchen.de