“Bergdoktor”-Star Hans Sigl “war der kleine Pummelige”

Als Schauspieler genießt Hans Sigl große Anerkennung. In einem Podcast berichtet er nun, dass seine Kindheit von ganz anderen Erfahrungen geprägt ist.

Seit 2008 steht Hans Sigl (56) als Dr. Martin Gruber für “Der Bergdoktor” vor der Kamera und versorgt in der ZDF-Serie seine Patienten am Wilden Kaiser und auf dem Gruberhof. Die Rolle bringt ihm im Laufe der Zeit zahlreiche Publikumspreise ein, darunter mehrfach die österreichische Romy als beliebtester Schauspieler. Im Podcast “Zahltag” macht Sigl nun deutlich, dass er als junger Mensch keineswegs im Rampenlicht stand, sondern im Gegenteil mit Ablehnung und Ausgrenzung zu kämpfen hatte.

Hans Sigl schildert Mobbing-Erfahrungen

“Ich war der kleine Pummelige mit den abstehenden Ohren”, erklärt Sigl im Gespräch mit SAT.1-“Frühstücksfernsehen”-Moderator und Podcast-Host Daniel Boschmann (45). Er sei lange Zeit ein “Mobbingopfer” gewesen: “Da gab es diverse Spitznamen, Körperlichkeiten und so weiter.” Unter anderem sei er Alfred E. Neumann genannt worden, so wie das Maskottchen der Satirezeitschrift MAD. “Also es war sehr kreativ.” Sigl resümiert: “Das war für mich nicht so eine wirklich gute Zeit eigentlich.”

Kaum Unterstützung: “rough times in den 80ern”

Auf Beistand habe der heutige TV-Star, der am Set von “Der Bergdoktor” einen speziellen Ruf genießt, in dieser Zeit kaum zählen können. “Was dich nicht umbringt, macht dich nur härter”, habe man damals gesagt, “da musst du durch, das schaffst du schon irgendwie.” Er selbst habe sich “dann Strategien überlegt: Wen möchte ich jetzt am Schulhof nicht treffen und von wem wurde ich das letzte Mal wieder über die Bank geschmissen?” Es seien “rough times in den 80ern” gewesen, erinnert sich der 56-Jährige.

Wachstumsschub von Hans Sigl verändert alles

Die Anfeindungen lassen nach, als Sigl in der Teenagerzeit “relativ schnell gewachsen” sei und schließlich zu den größeren Schülern gehöre. Zusätzlich entspanne sich die Lage, als er “ein schulpolitisches Amt übernommen” habe. Seine Mitschüler hätten bemerkt, dass er gut “quatschen” könne und “gar nicht so doof” sei, woraufhin sie ihn zum Klassensprecher und stellvertretender Schulsprecher wählen. “Kompetenz war dann mein Schlüssel”, stellt der Schauspieler im Rückblick fest.