GZSZ-Star Iris Mareike Steen besiegte Schmerz durch Hypnose
„Wenn man ständig To-do-Listen im Kopf hat und diese immer erweitert, ohne dazu zu kommen, auch mal etwas abzuhaken, weil man durchgehend unterwegs ist und gefühlt manchmal vielleicht auch vor sich selbst davonläuft, führt das unterschwellig zu einer durchgehenden Belastung im Alltag. Deshalb kam bei mir irgendwann die Erkenntnis, dass ich etwas ändern muss, um mich nicht selbst zu verlieren. Das Einführen eines Iris-Abends in der Woche war für mich ein dringend benötigter Anker, um mir Zeit zu schenken, meine Gedanken zu sortieren und mich ehrlich zu fragen, was ich gerade brauche und nicht, was andere von mir wollen. Mir ist das weiterhin wichtig, aber ich bin mir auch selbst wieder wichtig geworden, und darüber bin ich sehr erleichtert, und ich habe mir damit im Grunde selbst ein Geschenk gemacht. Wenn man nicht für sich da ist, kann man das langfristig auch nicht mehr für andere sein.”
Wie haben die frühen Verluste deiner Eltern dich geprägt und wie gehst du bis heute damit um?
„Als mein Vater starb, als ich sechs war, habe ich das noch nicht so richtig realisieren können, aber sicher hat die frühe Konfrontation mit dem Tod etwas mit mir gemacht. Meine Mutter hat das alles wahnsinnig toll kompensiert und auch immer darauf geschaut, dass ich alles verarbeite und nichts auf der Strecke bleibt. Der Verlust meiner Mutter war unfassbar schlimm für mich und ist es bis heute. Sie fehlt mir jeden Tag, aber ich bin auch jeden Tag dankbar für die Liebe, die sie mir geschenkt hat und für die unzähligen wundervollen Momente, die ich mit ihr erleben durfte.”
Im Song heißt es: „Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden.“ Glaubst du, dass Zeit allein den Schmerz lindern kann?
„Natürlich kommt es immer auf die Wunde an, und wenn eine Wunde entstanden ist, weil man einen Menschen sehr geliebt und nun nie wieder um sich hat, glaube ich, dass die Zeit dafür sorgen kann, dass man etwas besser damit lebt, aber komplett verheilen wird die Wunde nicht. Und ehrlich gesagt finde ich das in diesem Fall auch völlig in Ordnung. Es ist ja nur ein Zeichen dafür, wie wichtig sie mir war. Ich liebe sie immer noch und sie ist immer noch weg. Also trauere ich immer noch, und all diese Umstände werden auch so bleiben. Aber mit der Zeit kommt etwas mehr Leichtigkeit zurück, die einen wieder nach vorne schauen lässt.”
Musik-Tipp: Alle Songs von Iris Mareike Steen stehen zum Streamen auf RTL+ bereit.

Anna Riedel
„Mir war ganz schnell klar, dass ich Hilfe brauche!”
Du hast sowohl Therapie als auch Hypnose genutzt – wie haben diese Methoden dir geholfen, Trauer und Schmerz zu verarbeiten?
„Mir war ganz schnell klar, dass ich Hilfe brauche, um mit der Angst, dem Schmerz und der Hilflosigkeit umzugehen. Ich hatte diese Hilfe in meinem Umfeld und wollte aber auch zusätzlich alles tun, um bestmöglich mit allem klarzukommen. Natürlich hilft es, darüber zu reden, aber als ich gemerkt habe, wie mir die Hypnose zusätzliche Tools bereitgestellt hat, um noch mehr aufzuarbeiten und mich selbst noch mehr zu stabilisieren, war ich sehr dankbar, dass ich alles dafür getan habe, um nicht kaputtzugehen. Die Mischung aus allem hat mich durch die Zeit getragen und hat mir geholfen, mich auch ein Stück weit selbst zu tragen.”
Du bist mit deinem Mann seit 15 Jahren zusammen. Wie gelingt es euch, eure Beziehung lebendig und liebevoll zu halten?
„Erstmal habe ich wahnsinniges Glück, diesen Menschen an meiner Seite zu haben, der mich hält und – wenn nötig – auch mal aushält. Natürlich steckt auch immer Arbeit dahinter. Wir reden über alles, selbst wenn es mal ungemütlich ist. Außerdem überraschen wir uns regelmäßig gegenseitig mit besonderen Dates. Das ist ein wunderschönes Ritual, das ich nicht missen möchte.”
Welche Rolle spielt dein Mann in deinem Leben, besonders in schwierigen Zeiten, und wie gibt er dir Halt?
„Ich fühle mich bei ihm unfassbar geborgen. Er bringt mich zum Lachen, selbst wenn mir mal nicht nach Lachen ist. Außerdem unterstützt er mich im Alltag bei allem und nimmt mir die Überforderung, wenn ich mal wieder nicht weiß, wohin mit mir, weil sich alles nach „zu viel“ anfühlt. Er ist mir nie zu viel.”
Wenn du an die Zukunft denkst: Könnt ihr euch vorstellen, irgendwann eine Familie mit Kindern zu sein?
„Ich würde nicht gleich in der Mehrzahl denken, aber unsere eigene kleine Familie zu gründen, ist eine wunderschöne Vorstellung.”
Welche Bedeutung hat Musik in deinem Leben und wie hilft sie dir, Kraft zu schöpfen?
„Musik hatte immer schon einen riesigen Stellenwert in meinem Leben. Selbst Musik zu machen, ist für mich auch manchmal ein bisschen wie Therapie. Sie hilft mir, meine Gedanken zu ordnen und in ein Gewand zu packen, in dem ich sie manchmal viel klarer sehe und womit ich meine eigenen Ratschläge auch ab und an wesentlich besser umsetzen kann (lacht). Zu hören, dass sie auch anderen Menschen hilft und Kraft schenkt, ist das Schönste, was ich in diesem Zusammenhang hören kann.”