Bill Kaulitz und „Bergdoktor“-Star Timmi Trinks: Was wirklich geschah!

Die Macher der Serie “Die Ringe der Macht” nehmen sich zwangsläufig einige Freiheiten, wenn es um ihre Interpretation von Mittelerde geht. Doch ein wichtiges Detail haben sie tatsächlich den Büchern entnommen.

Die Amazon-Serie “Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht” nimmt sich einige Freiheiten, anders könnte die teuerste Produktion aller Zeiten auch nicht funktionieren. Die Literatur von J.R.R. Tolkien gibt gerade einmal etwas mehr als 30 Seiten im sogenannten Akkalabêth her, wenn es um die Geschehnisse im Zweiten Zeitalter geht. Doch nicht alles ist völlig frei erfunden. Wer sich zum Beispiel gewundert hat, wieso Sauron plötzlich als schwarzes, schleimiges Häuflein Matsch daherkommt, dem sei gesagt, dass diese Szene tatsächlich ihren Ursprung in “Die zwei Türme” hat.

Aus budgetären Gründen sehen wir in den Filmen von Peter Jackson nicht, was Gandalf seinen Gefährten im Buch über seinen Kampf mit dem Balrog erzählte. So stürzte er mit dem Ungeheuer in die Tiefe in einen großen See. Danach war der Balrog jedoch kein flammendes Wesen mehr: “Sein Feuer war erloschen, aber jetzt war er ein schleimiges Wesen, stärker als eine Würgeschlange”, so Gandalf zu Aragorn, Gimli und Legolas, als er sie im Fangorn-Wald wiedertrifft. Im Film sehen wir stattdessen den erloschenen, noch qualmenden Balrog, als er schließlich von Gandalf besiegt wird.

Diesen einen Satz nahmen die Autoren von “Die Ringe der Macht” als Grundlage für den Matsch-Sauron, was durchaus Sinn ergibt. Sowohl Sauron als auch die Balrogs waren Maiar, göttliche Wesen von geringerem Rang, beide standen im Dienste Morgoths. Nicht auszuschließen, dass ihre geschwächte Form des schwarzen Matsches auch im Sinne von Tolkien gewesen sein könnte.

Wann es übrigens mit der dritten Staffel von “Die Ringe der Macht” weitergeht, hat Amazon noch nicht preisgegeben. Mittelerde-Fans können in der Zwischenzeit den Anime “Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim” bei WOW streamen.